Prüfungsablauf

Hier finden Sie einen Auszug aus der PO zu den jeweiligen Prüfungen -  bitte beachten sie Änderungen in der Prüfungsordnung 


Anlagenprüfung:  Schussfestigkeitsprüfung (Sfk)

Vor dem Beginn der Prüfung sind für alle teilnehmenden Hunde zwei Schrotschüsse zur Gewöhnung abzugeben.

-Die Hunde werden einzeln und unangeleint im freien Feld geprüft.

-Zur Prüfung der Schussfestigkeit hat sich der Hund in freier Suche mindestens 30 m vom Führer zu entfernen. Das Kommando für zwei abzugebende Schüsse während der freien Suche gibt ein Richter. Hunde, die Angstreaktionen zeigen, sind frühestens nach 30 Minuten nochmals zu prüfen. Reißen sie auf den Schuss hin aus oder versuchen, sich zu verkriechen, sind sie schussscheu.  Die Sfk wird zuchtbuchmäßig erfasst.



Anlagenprüfung: Wassertest (Wa.T.) 

Die Arbeit soll beweisen, dass der Hund eine geschossene Ente aus dem Wasser holt.

-. Die erlegte Ente wird vom Führer oder einem Dritten in tiefes Wasser geworfen unter gleichzeitiger Abgabe von zwei Schrotschüssen, so dass der Hund eine Schwimmstrecke von ca. 6 bis 8 m zur Ente und die gleiche Entfernung zurück zum Ufer hat.

-. Der Hund soll freiwillig die Ente bis zum Ufer holen. Zuspruch durch den Führer ist gestattet. Die einmalige Wiederholung am Ende der Prüfung ist möglich.

-. Verläuft der zweite Versuch ebenfalls negativ, ist die Arbeit nicht bestanden. Die Schussfestigkeit kann bescheinigt werden, wenn der Hund bis zur Ente schwimmt. 

Der bestandene Wassertest gilt als Schussfestigkeitsprüfung, er wird zuchtbuchmäßig erfasst. 



Anlagenprüfung:  Spurlautprüfung (Sp)

Allgemeines Die Spurlautprüfung ist eine Anlagenprüfung. Nase, Spurlaut, Spurwille und Spursicherheit sind die Prüfungskriterien auf der Hasenspur in einem Feldrevier. Der zu prüfende Hund darf den Hasen nicht eräugt haben.

Die Richter, Führer und Helfer gehen in einer Treiberlinie durch das Suchengelände.

- Nachdem ein Hase hochgemacht wurde, begibt sich der Hundeführer nach Aufforderung durch einen Richter in die Nähe der Hasenspur und läßt seinen Hund frei suchen. Der Richter soll den Hundeführer einweisen und die Fluchtrichtung des Hasen anzeigen. Er darf den Hund und Hundeführer bei der Aufnahme der Spur unterstützen. Der Hund soll die Spur aufnehmen und ihr lauthals folgen. Hat der Hund die Spur aufgenommen, darf der Führer seinem Hund nur auf Weisung eines Richters folgen.


- Jedem Hund steht ein Hase zu, um seinen Spurlaut zu beweisen. Ein zweiter Hase kann durch die Richter zur besseren Beurteilung der Arbeit des Hundes gegeben werden. Den Hunden, die auch nach dem zweiten Hasen noch keinen Spurlaut nachgewiesen haben, können die Richter nach freiem Ermessen einen dritten Hasen geben. Die Anzahl der zu gewährenden Hasen richtet sich nach dem Hasenbesatz des Prüfungsreviers.  


Jagdgebrauchsprüfung:  Stöberprüfung (St)

Zulassungsvoraussetzungen: Keine Altersbegrenzung Bestandene Spurlaut- oder Vielseitigkeitsprüfung  

Gliederung Die Stöberprüfung gliedert sich in die Prüfungsteile „Gehorsamsfächer“ und „Stöberarbeit“. Es ist mit den Gehorsamsfächern zu beginnen. Jedes Einzelfach muss bestanden werden.

Gehorsamsfächer 1. Leinenführigkeit

Die Leinenführigkeit ist zu prüfen, indem der Führer mit dem nicht zu kurz angeleinten oder freien Hund kreuz und quer durch ein Stangenholz geht. Hierzu muss der Hund seinem Führer an der Seite, entweder an der lockeren Umhängeleine oder auch frei, dicht am Führer, folgen, ohne an der Leine zu ziehen, vorzupreschen oder nachzuhängen. Hindernisse müssen gewandt überwunden bzw. umgangen werden.


2. Ablegen und Schussruhe Die Hunde sind einzeln zu prüfen. Sie können angeleint oder frei abgelegt werden. Dem Führer ist es überlassen, wo er den Hund anleint, wobei die Leine locker durchhängen muss, so dass der Hund sich mehr als einen Meter von seinem Platz entfernen kann. Es ist dem Führer freigestellt, den Hund auf dem Jagdrucksack oder einem Kleidungsstück abzulegen. Beim freien Ablegen sind Halsung (ausgenommen Signalhalsband) und Leine abzunehmen. Diese dürfen vor oder neben, jedoch nicht über den Hund gelegt werden. Nach dem Ablegen entfernt sich der Führer in die Richtung einer Deckung, so dass der Hund ihn nicht eräugen kann. Der Führer oder ein Helfer geben nach etwa zwei Minuten kurz hintereinander zwei Schrotschüsse ab. Der Hund darf den Platz nicht verlassen. Gibt er Laut, winselt wiederholt oder entfernt sich mehr als einen Meter von seinem Platz, so hat er die Prüfung nicht bestanden. Die Richter sollen den Hund aus der Deckung beobachten und sich zur Beurteilung des abgelegten Hundes mindestens fünf Minuten Zeit lassen. Hilfsmittel sind nicht gestattet. Gewöhnungsschüsse sind nicht erlaubt.

3. Benehmen am Stand beim Treiben Beim Standtreiben, welches jagdnah unter Abgabe von mehren Schrotschüssen durchgeführt wird, muss sich der Hund bei seinem Führer ruhig verhalten. Er darf nicht wiederholt winseln, Laut geben, am Führer hochspringen und sich nicht von seinem Platz neben seinem Führer entfernen. Bei dieser Prüfung muss ein ausreichender Zwischenraum zwischen den einzelnen Hunden eingehalten werden.

Stöberarbeit

 1. Die Richter und die Teilnehmer müssen die Waldparzelle von mindestens 1 ha Größe umstellen. Eine Verständigung zwischen den Teilnehmern muss möglich sein.

2. Der Hund ist außerhalb der Parzelle im übersichtlichen Gelände zu schnallen. Der Führer darf die Stöberparzelle nicht betreten.

3. Nachdem der Hund geschnallt worden ist, beginnt und läuft die Zeit der Stöberarbeit. Er soll die Parzelle selbstständig, ausdauernd und weit ausholend absuchen und beim Aufstöbern von Haarwild diesem lauthals folgen, bis es das Treiben verlassen hat oder erlegt worden ist.

4. Bei einer Stöberprüfung muss jeder Hund in mindestens zwei verschiedenen Parzellen arbeiten, in denen Haarwild vermutet wird.

4.1 Kontrollsuche Findet der erste Hund nicht, ist ein anderer Hunde zur Kontrollsuche anzusetzen. Sind die Richter der Meinung, dass die Parzelle nicht wildleer ist, kann ein weiterer Teckel angesetzt werden.

4.2 Fehlsuche Eine Fehlsuche liegt vor, wenn: a) der Hund nur rändert oder beim Führer bleibt, b) bei der Kontrollsuche der zweite Hund gefunden hat, c) der dritte Hund gefunden hat, ist den beiden ersten Hunden eine Fehlsuche anzurechnen

4.3 Probesuche Finden die Hunde nicht, obwohl sie Ausdauer bei der Suche gezeigt haben, wird angenommen, dass die Parzelle wildleer ist.

5. Bei jedem Hund sind die gefundenen Wildarten im Richterbericht anzugeben. Für Arbeiten ausschließlich am Kanin kann kein 1. Preis vergeben werden.

6. Zur Beurteilung der Fächer „Benehmen beim Stöbern“ und „Ausdauer bei der Suche“ können sämtliche Arbeiten des Hundes, also auch die Probesuchen, herangezogen werden. Konnte der Hund nicht eindeutig beurteilt werden, wenn er z.B. zweimal sehr schnell gefunden hat, muss er seine Leistungen in den vorgenannten Fächern im übersichtlichen Bestand nachweisen. Es muss dem Teckel ausreichend Zeit für diese Arbeit gelassen werden (8 - 10 Minuten).

7. Wenn der Hund innerhalb einer Stunde ohne erkennbare Verbindung mit der ihm gestellten Stöberaufgabe nicht zum Führer zurückkehrt, hat er die Prüfung nicht bestanden. Die Stunde beginnt, wenn der Hund die ihm zugewiesene Parzelle verlassen hat. Der Richter kann bei Gefahr gestatten, dass der Hund eingefangen wird. 


Waldsuche (WaS)

Prüfungszeitraum: 01.08. bis 31.03.

Zulassungsvoraussetzungen: Keine Altersbegrenzung

Bestandene Spurlaut- oder Vielseitigkeitsprüfung

A. Gliederung

Gehorsamsfächer

1. Pirschen

2. Ablegen und Schussruhe

3. Benehmen am Stand

Waldsuche

Es ist mit den Gehorsamsfächern zu beginnen. Jedes Einzelfach muss bestanden werden.

1. Pirschen

Beim Pirschen soll der Hund zeigen, dass er ein gehorsamer Begleiter des Hundeführers/Jägers ist, der in jeder

Situation unter Kontrolle des Hundeführers bleibt und nach Aufforderung sofort zur Stelle ist.

Das Pirschen ist in übersichtlichem Gelände auf einer Länge von ca. 200 m zu prüfen. Etwa in der Mitte der

Strecke befindet sich ein Richter auf einem Hochsitz und beobachtet die Arbeit.

Der Hundeführer pirscht mit dem Hund frei bei Fuß oder angeleint im Gelände, wobei er von Zeit zu Zeit stehen

bleibt.

Beim Stehenbleiben soll der Hund ohne besondere Aufforderung ebenfalls stehen bleiben oder sich setzen. Beim

Weitergehen des Hundeführers hat der Hund wieder frei bei Fuß oder an der durchhängenden Leine zu folgen.

Das Stehenbleiben ist mindestens dreimal durch den Hundeführer zu wiederholen.

2. Ablegen und Schussruhe

Der Hund ist in der Nähe des Richters frei oder angeleint abzulegen.

Der Hund darf den Platz nicht verlassen. Gibt er Laut, winselt wiederholt oder entfernt sich mehr als einen Meter

von seinem Platz, so hat er die Prüfung nicht bestanden.

Der Hundeführer pirscht ca. 100 m weiter, so dass er aus der Sicht des Hundes kommt. Nach zwei und vier

Minuten wird durch den Hundeführer oder einen Helfer ein Schrotschuss abgegeben.

Gewöhnungsschüsse sind nicht erlaubt.

Die Dauer des Ablegens beträgt mindestens fünf Minuten, danach holt der Hundeführer den Hund wieder ab.

3. Benehmen am Stand beim Treiben

Beim Standtreiben, welches jagdnah, unter Abgabe von mehren Schrotschüssen, durchgeführt wird, muss sich

der Hund bei seinem Führer ruhig verhalten. Er darf nicht wiederholt winseln, Laut geben, am Führer

hochspringen und sich nicht von seinem Platz neben seinem Führer entfernen. Bei dieser Prüfung muss ein

ausreichender Zwischenraum zwischen den einzelnen Hunden eingehalten werden.

Waldsuche

Die Waldsuche wird in Waldbeständen mit reichlich Unterwuchs, in denen sich Wild befinden soll, durchgeführt.

Der Hund soll unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, das umstellte Waldstück abzusuchen und vorkommendes Wild in Bewegung zu bringen. Die Hunde werden einzeln zur Waldsuche geschickt. Sie sollen sich sofort vom Hundeführer lösen und weit ausholend, gründlich und ausdauernd mit regelmäßigem Kontakt zum Hundeführer nach Wild suchen. Die Richter und der Hundeführer folgen dem suchenden Hund.

Gefundenes Wild muss der Hund lauthals jagen. Hundeführer und Richter bleiben nach dem Anjagen des Hundes

stehen.

Jeder Hund muss mindestens 15 Minuten reine Waldsuche zeigen.

Findet er innerhalb kurzer Zeit Wild, so ist die Restzeit in einer weiteren Parzelle nachzuweisen.

Jedem Hund muss Gelegenheit gegeben werden, ein neues Waldstück abzusuchen. Die selbständige Waldsuche darf

ohne Sicht- oder Hörkontakt zum Hundeführer/Richter 30 Minuten nicht überschreiten.

Hunde, die unkontrolliert weit und flüchtig mit wenig Kontakt zum Hundeführer oder eng und unselbständig (bis

100 m) suchen, können höchstens einen III. Preis erhalten.

Wild, das durch Prüfungsbeteiligte herausgetreten und anschließend vom Hund gearbeitet wird, bleibt ohne

Berücksichtigung.

Kommt es innerhalb von fünf Minuten nicht zur Waldsuche, so ist die Arbeit abzubrechen und mit der Note 0 zu

bewerten.

Hunde, die vor Wild ausweichen, erhalten ebenfalls die Note 0. In der Richterbucheinlage ist dies mit Angabe der

Wildart zu vermerken.


Eignung zur Stöberjagd mit Schwarzwild (ESw)

Prüfungszeitraum: Unbefristet

Zulassungsvoraussetzungen: Mindestalter 1 Jahr

bestandene Spurlautprüfung oder Vp oder St oder WaS

Meldezahl: Maximal 5 Hunde

Melde- und genehmigungspflichtig: Nein

 

A. Allgemeines

Die Prüfung wird in einem Schwarzwildgatter durchgeführt. Es müssen mindestens zwei Stück wehrhaftes

Schwarzwild enthalten sein.

B. Anforderungen an das Revier

Das Gatter sollte so beschaffen sein, dass ausreichend Deckung vorhanden ist und die Hunde das Schwarzwild erst

finden und aufstöbern müssen.

Es wird eine Gattermindestgröße von 1 ha gefordert.

Die Tierseuchenbestimmungen sind einzuhalten.

C. Anforderungen an den Hund

Der Hund wird vom Stand des Hundeführers geschnallt und muss das Gatter selbständig und weiträumig absuchen.

Gefundenes Schwarzwild ist anhaltend zu verbellen und zum Verlassen der Einstände zu bewegen. Der Hund darf

zwischenzeitlich das gefundene Schwarzwild verlassen, um Kontakt mit dem Führer aufzunehmen. Er soll aber

anschließend unverzüglich zum Wild zurückkehren. Die Arbeitszeit des Hundes muss mindestens fünf Minuten

betragen.